
Hüftultraschall & Hüftdysplasie in Wien
Der Hüftultraschall beim Baby gehört zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen in den ersten Lebenswochen und ist fester Bestandteil des Mutter-Kind-Passes. Ziel ist es, eine Hüftdysplasie, eine Fehlentwicklung der Hüftgelenkpfanne, so früh wie möglich zu erkennen. Etwa 2–4 % aller Neugeborenen in Österreich sind betroffen, Mädchen deutlich häufiger als Buben.
Die gute Nachricht: Bei rechtzeitiger Diagnose lässt sich eine Hüftdysplasie fast immer konservativ behandeln, ganz ohne Operation. Mit einer Spreizhose oder Pavlik-Bandage können wir die Nachreifung der Hüfte unterstützen und eine gesunde Entwicklung sicherstellen.
In meiner Wahlarztordination in Wien Döbling führe ich den Hüftultraschall nach der Methode nach Graf durch – schmerzfrei, strahlungsfrei und in wenigen Minuten. Ich nehme mir die Zeit, Sie als Eltern ausführlich über den Befund zu beraten und begleite Sie und Ihr Kind bis zur vollständigen Genesung.
Woran erkennt man eine Hüftdysplasie beim Baby?
Eine Hüftdysplasie verursacht bei Säuglingen keine Schmerzen, gerade deshalb ist der Hüftultraschall als Screening so wichtig. Es gibt jedoch Anzeichen, auf die Sie als Eltern achten können:
- Eingeschränkte Abspreizbarkeit: beim Wickeln lässt sich ein Bein nicht so weit zur Seite öffnen wie das andere
- Asymmetrische Hautfalten an Oberschenkeln oder Gesäß
- Ein Beinchen erscheint kürzer als das andere
- Schiefhaltung des Beckens oder des Körpers
- Auffälligkeiten beim Krabbeln oder den ersten Gehversuchen
Auch wenn keines dieser Anzeichen sichtbar ist, kann eine Hüftdysplasie vorliegen. Deshalb gilt der Hüftultraschall für alle Neugeborenen als äußerst wichtig, unabhängig davon, ob Auffälligkeiten bestehen oder nicht.
So läuft der Hüftultraschall ab
Ich führe die Untersuchung nach der international anerkannten Methode nach Prof. Graf durch. Dabei halte ich einen Ultraschallkopf mit etwas Gel seitlich an die Hüfte Ihres Babys. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, ist schmerzfrei und kommt ohne Strahlenbelastung aus.
Der Ultraschall zeigt mir, wie weit die Hüftgelenkpfanne ausgereift ist. Anhand des Bildes nehme ich eine Klassifizierung vor:
- Typ I – reife, gesunde Hüfte. Keine Behandlung nötig.
- Typ IIa – altersgemäß unreife Hüfte. Kontrolluntersuchung empfohlen.
- Typ IIb – verzögerte Reifung. Therapie wird eingeleitet.
- Typ III und IV – ausgeprägte Dysplasie. Sofortige Behandlung notwendig.
Den Befund bespreche ich sofort und ausführlich mit Ihnen.
Behandlung der Hüftdysplasie
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad:
- Breites Wickeln: Bei leichter Unreife reichen oft breitere Wickeltechnik und regelmäßige Kontrollen.
- Spreizhose / Tübinger Schiene: Bei ausgeprägter Dysplasie hält die Spreizhose die Beinchen in der optimalen Position, damit die Hüftpfanne nachreifen kann. Tragedauer in der Regel 6–12 Wochen. Die meisten Babys gewöhnen sich schnell daran.
- Pavlik-Bandage: Bei schwereren Fällen führt die Bandage den Hüftkopf sanft in die Gelenkpfanne zurück.
Während der Therapie kontrolliere ich den Fortschritt alle 4–6 Wochen per Ultraschall. Eine Operation ist nur bei sehr schweren, spät erkannten Fällen notwendig, bei frühzeitiger Diagnose fast nie. Die meisten Kinder sind nach wenigen Monaten vollständig ausgeheilt.
Häufige Fragen
Wann sollte der Hüftultraschall durchgeführt werden?
Im Mutter-Kind-Pass ist er in der ersten Lebenswoche vorgesehen, spätestens bis zur sechsten Woche. Wenn Ihr Baby bereits älter ist und noch keinen Ultraschall hatte, ist eine Untersuchung trotzdem jederzeit sinnvoll.
Wie lange muss mein Baby die Spreizhose tragen?
In der Regel 6 bis 12 Wochen, zunächst ganztags, dann nur noch nachts. Ich kontrolliere regelmäßig per Ultraschall und passe die Therapie an. Viele Eltern berichten, dass sich Babys schnell daran gewöhnen und die Spreizhose den Alltag kaum einschränkt.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Als Wahlärztin erstelle ich eine Honorarnote, die Sie bei Ihrer Kasse einreichen können oder die ich für Sie einreichen kann. Diese erstattet in der Regel einen Teil zurück. Mit privater Zusatzversicherung werden die Kosten je nach Vertrag teilweise oder vollständig übernommen.
Weitere SCHWERPUNKTE
Neben diesem Schwerpunkt umfasst mein Leistungsspektrum unter anderem:

Dr. Katharina Oder
Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie, Schwerpunkt
Kinderorthopädie
Telefon: +43 681 815 313 54
E-Mail: kinder@orthopaedie-oder.at
Nach Terminvereinbarung
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