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Kinderorthopädin Dr. Katharina Oder
IHRE KINDERORTHOPÄDIN FÜR

Skoliose beim Kind in Wien

Skoliose, eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, wird bei Kindern und Jugendlichen häufiger diagnostiziert als viele Eltern erwarten. Etwa 2–3 % aller Kinder sind betroffen, Mädchen deutlich häufiger als Buben. In den meisten Fällen tritt die Skoliose während des Wachstumsschubs in der Pubertät erstmals in Erscheinung, sie kann aber auch schon im Kleinkindalter auftreten.

Das Tückische an einer Skoliose: Sie entwickelt sich oft schleichend und schmerzfrei. Viele Eltern bemerken die Verkrümmung erst, wenn sie sichtbar wird: ein schiefes Becken, eine ungleiche Schulterhöhe oder ein einseitig vorstehendes Schulterblatt. Je früher eine Skoliose erkannt wird, desto besser sind die Möglichkeiten, das Fortschreiten zu bremsen.

In meiner Wahlarztordination in Wien Döbling untersuche ich Kinder und Jugendliche mit Verdacht auf Skoliose oder bekannter Wirbelsäulenverkrümmung. Ich nehme mir die Zeit für eine gründliche Untersuchung und erkläre Ihnen als Eltern genau, ob eine Behandlung notwendig ist und welche Therapie für Ihr Kind am besten geeignet ist.

Woran erkennen Sie eine Skoliose bei Ihrem Kind?

Eine Skoliose verursacht im Kindesalter selten Schmerzen, weshalb sie oft lange unentdeckt bleibt. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Eine Schulter steht höher als die andere
  • Ein Schulterblatt steht einseitig stärker hervor
  • Die Taille ist auf einer Seite stärker eingezogen als auf der anderen
  • Das Becken steht schief, eine Hüfte wirkt höher
  • Der Oberkörper neigt sich zur Seite
  • Beim Vorbeugen (Adams-Test) bildet sich ein sichtbarer Rippenbuckel auf einer Seite
  • Die Kleidung sitzt auffällig schief

Ein einfacher Test für zu Hause: Bitten Sie Ihr Kind, sich mit gestreckten Knien nach vorne zu beugen und die Hände Richtung Boden hängen zu lassen. Schauen Sie von hinten: Wenn eine Seite des Rückens deutlich höher steht als die andere, kann das ein Hinweis auf eine Skoliose sein. In diesem Fall empfehle ich eine kinderorthopädische Abklärung.

Skoliose-Untersuchung und Behandlung in meiner Ordination

Am Beginn steht eine gründliche klinische Untersuchung: Ich beurteile die Haltung, die Symmetrie des Oberkörpers und führe den Adams-Vorbeuge-Test durch. Bei Verdacht auf eine behandlungsrelevante Skoliose veranlasse ich ein Röntgenbild der gesamten Wirbelsäule. Daraus bestimme ich den sogenannten Cobb-Winkel, das Maß für den Grad der Verkrümmung.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und dem noch zu erwartenden Wachstum:

  • Beobachten und kontrollieren (unter 20°): Bei leichten Verkrümmungen reichen regelmäßige Kontrollen alle 4–6 Monate. Viele leichte Skoliosen schreiten nicht weiter fort.
  • Physiotherapie (15–25°): Gezielte Übungen nach Schroth oder ähnlichen Methoden können die Rumpfmuskulatur stärken, die Haltung verbessern und das Fortschreiten bremsen. Physiotherapie ist ein wichtiger Baustein in jeder Skoliose-Behandlung.
  • Korsetttherapie (25–45°): Bei mittelschweren Verkrümmungen während des Wachstums kann ein individuell angefertigtes Korsett das Fortschreiten der Skoliose aufhalten. Das Korsett wird in der Regel für mehrere Stunden täglich getragen. Ich begleite Ihr Kind engmaschig während der gesamten Korsettbehandlung.
  • Operative Therapie (über 45°): Bei schweren Verkrümmungen, die trotz konservativer Therapie fortschreiten, kann eine Operation notwendig sein. In diesem Fall überweise ich Ihr Kind an ein spezialisiertes Wirbelsäulenzentrum und begleite die Vor- und Nachsorge.

Mein Ansatz: Die allermeisten Skoliosen bei Kindern lassen sich konservativ behandeln. Entscheidend ist die regelmäßige Kontrolle während des Wachstums, damit wir rechtzeitig reagieren können, falls die Verkrümmung zunimmt.

So läuft die Korsetttherapie bei Skoliose ab

Wächst die Wirbelsäule noch und liegt der Cobb-Winkel im mittleren Bereich, ist ein Korsett oft die wirksamste Möglichkeit, das Fortschreiten der Skoliose aufzuhalten. Zum Einsatz kommt meist ein Chêneau-Korsett: ein individuell angefertigtes Korsett aus festem Kunststoff, das durch gezielten Druck und bewusst freigelassene Bereiche die Wirbelsäule während des Wachstums in eine günstigere Stellung lenkt. Moderne Korsette werden heute in der Regel über einen 3D-Scan des Rückens angefertigt, was eine genauere Passform ermöglicht und für das Kind angenehmer ist als der frühere Gipsabdruck.

Damit das Korsett wirkt, muss es konsequent getragen werden, meist über viele Stunden des Tages (die genaue Tragezeit finden Sie weiter unten in den häufigen Fragen). Begleitend ist eine skoliosespezifische Physiotherapie, etwa nach Schroth, ein zentraler Baustein: Korsett und Übungen ergänzen einander.

Die Korsettbehandlung ist Teamarbeit. Ich stelle als Kinderorthopädin die Indikation, verordne das Korsett und überwache den Verlauf. Die Anfertigung und individuelle Anpassung übernimmt eine darauf spezialisierte Orthopädietechnik. Während der gesamten Wachstumsphase sind regelmäßige Verlaufskontrollen nötig, weil sich der Körper Ihres Kindes verändert und das Korsett immer wieder angepasst werden muss. Einige Wochen, nachdem Ihr Kind die volle Tragezeit erreicht hat, überprüfen wir mit einem Röntgenbild im Korsett, ob die gewünschte Korrektur erreicht wird, und passen bei Bedarf nach.

Wann das Korsett wieder abgesetzt werden kann, hängt vom Abschluss des Knochenwachstums ab. Diesen beurteile ich unter anderem anhand des sogenannten Risser-Zeichens (Reifezeichen am Beckenkamm). Die Tragezeit wird dann schrittweise reduziert, während die Physiotherapie intensiviert wird, um das erreichte Ergebnis zu festigen.

Häufige Fragen

Ist eine Skoliose bei meinem Kind gefährlich?

In den meisten Fällen nein. Leichte Skoliosen verursachen keine Beschwerden und schreiten oft nicht weiter fort. Bei stärkeren Verkrümmungen ist eine Behandlung wichtig, um Spätfolgen wie Rückenschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit oder in seltenen Fällen Beeinträchtigungen der Lungenfunktion zu vermeiden. Je früher erkannt, desto besser behandelbar.

Kann Physiotherapie eine Skoliose heilen?

Physiotherapie kann eine bestehende Verkrümmung nicht vollständig rückgängig machen, aber sie kann das Fortschreiten bremsen, die Haltung verbessern und Beschwerden lindern. Bei leichten bis mittelschweren Skoliosen ist Physiotherapie ein zentraler Bestandteil der Behandlung – oft in Kombination mit regelmäßigen Kontrollen.

Muss mein Kind das Chêneau-Korsett wirklich so lange tragen?

Das Chêneau-Korsett wirkt nur während des Wachstums und muss deshalb möglichst konsequent getragen werden. Die empfohlene Tragezeit liegt meist bei 20–23 Stunden pro Tag. Ziel ist es, das Fortschreiten der Skoliose zu bremsen und eine Operation möglichst zu vermeiden. Wie lange das Korsett insgesamt notwendig ist, hängt vom Alter, dem Wachstum und dem Ausmaß der Skoliose ab.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Als Wahlärztin erstelle ich eine Honorarnote, die Sie bei Ihrer Kasse einreichen oder von mir einreichen lassen können. Diese erstattet in der Regel einen Teil zurück. Die Kosten für ein Korsett werden bei medizinischer Indikation in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

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Dr. Katharina Oder
Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie, Schwerpunkt
Kinderorthopädie

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