
Fersensporn & Plantarfasziitis in Wien
Ein Fersensporn ist eine knöcherne Ausziehung an der Unterseite des Fersenbeins, die üblicherweise an der Stelle entsteht, wo die Plantarfaszie, eine bindegewebige Struktur, die das Fußgewölbe stützt, am Knochen ansetzt. Verursacht wird er durch wiederholte Überlastung des Fußes, die zu einer chronischen Reizung und Entzündung des Gewebes (Plantarfasziitis) führt. Als Reaktion bildet der Körper zusätzliches Knochengewebe an der betroffenen Stelle.
Typisch sind stechende Schmerzen an der Ferse, besonders morgens beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen. Viele Patienten beschreiben es als „Stechen in der Ferse“ beim ersten Schritt. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen lässt sich ein Fersensporn konservativ behandeln. Eine Operation ist nur in seltenen Ausnahmefällen notwendig.
In meiner Wahlarztordination in Wien Döbling biete ich das gesamte Spektrum moderner Fersensporn-Therapien an: von der klassischen Einlagenversorgung über die Stoßwellentherapie bis zur PRP-Eigenbluttherapie. Als zertifizierter Fuß- und Sprunggelenkschirurg (D.A.F.) und Leiter der Spezialambulanz am Traumazentrum Wien Meidling ist die Behandlung von chronischen Fersenschmerzen mein tägliches Fachgebiet.
Wie entstehen Fersensporn und Plantarfasziitis?
Fersensporn und Plantarfasziitis hängen eng zusammen: Meistens beginnt das Problem mit einer Reizung der Plantarfaszie, der Sehnenplatte, die vom Fersenbein bis zu den Zehen verläuft und das Längsgewölbe des Fußes stabilisiert. Bei chronischer Überlastung entzündet sich diese Sehnenplatte an ihrem Ansatz, was über Monate hinweg zur Bildung eines knöchernen Sporns am Fersenbein führen kann.
Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung:
- Überlastung durch sportliche Aktivität, langes Stehen oder Gehen
- Übergewicht und damit erhöhter Druck auf die Ferse
- Fehlstellungen des Fußes wie Plattfuß, Senkfuß oder Hohlfuß
- Verkürzte Wadenmuskulatur und Achillessehne
- Ungeeignetes Schuhwerk mit unzureichender Dämpfung
- Altersbedingte Veränderungen des Bindegewebes
Wichtig zu wissen: Nicht jeder Fersensporn verursacht Beschwerden. Viele Menschen haben einen Fersensporn, ohne es zu wissen. Die eigentlichen Schmerzen entstehen meist nicht durch den Knochensporn selbst, sondern durch die begleitende Entzündung der Plantarfaszie.
Symptome bei Fersensporn & Plantarfasziitis
Die typischen Beschwerden sind sehr charakteristisch und ermöglichen meist schon klinisch eine eindeutige Diagnose:
- Stechende Schmerzen an der Unterseite der Ferse, besonders bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen
- Schmerzen nach längerem Sitzen oder Ruhepausen („Anlaufschmerz“)
- Schmerzen nach längerem Stehen oder Gehen, vor allem auf harten Untergründen
- Druckschmerz an der Innenseite des Fersenbeins
- Im Verlauf möglich: Schmerzen, die in den Mittelfuß oder die Wadenmuskulatur ausstrahlen
- Veränderter Gang durch Schonhaltung: manche Patienten beginnen zu humpeln
Wenn diese Beschwerden über mehrere Wochen anhalten, empfehle ich eine orthopädische Abklärung. Je früher behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Beschwerdefreiheit ohne Operation.
Konservative behandlung bei Fersensporn
In den meisten Fällen kann der Fersensporn konservativ behandelt werden. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden und besteht oft aus einer Kombination mehrerer Maßnahmen:
Schuheinlagen: Speziell angepasste Einlagen oder Fersenkissen verringern den Druck auf die betroffene Stelle und stützen das Fußgewölbe optimal. In vielen Fällen die wirkungsvollste einzelne Maßnahme.
Dehnungsübungen: Besonders exzentrische Übungen für die Achillessehne und die Plantarfaszie helfen, die Spannung im Gewebe zu reduzieren und die Heilung zu fördern. Dabei baut der Muskel beim Dehnen eine kontrollierte Spannung auf.
Physiotherapie: Zielgerichtete Übungen und manuelle Techniken stärken die Muskulatur rund um Sprunggelenk und Fuß und fördern die Beweglichkeit.
Stoßwellentherapie (ESWT): Bei hartnäckigen Schmerzen kann die Anwendung von Stoßwellen den Heilungsprozess deutlich beschleunigen. Die Behandlung verbessert die Durchblutung, regt die Geweberegeneration an und ist besonders bei chronischer Plantarfasziitis sehr wirksam.
PRP-Eigenbluttherapie: Bei chronischen Beschwerden, die auf andere Therapien nicht ausreichend ansprechen, kann körpereigenes Plasma die Regeneration des entzündeten Gewebes unterstützen. PRP ist eine moderne biologische Therapieoption, die zunehmend bei Fersensporn eingesetzt wird.
Belastungsanpassung: Vorübergehende Reduktion belastender Sportarten und Wahl gedämpfter Schuhe für den Alltag.
Nachtschiene: Eine spezielle Schiene hält den Fuß während der Nacht in einer leichten Dehnposition. Das kann den typischen Anlaufschmerz am Morgen reduzieren.
Operation beim Fersensporn: wann ist sie notwendig?
In den allermeisten Fällen bessern sich die Beschwerden innerhalb von Wochen bis Monaten durch konsequente konservative Therapie. Eine Operation wird nur dann in Betracht gezogen, wenn:
- Die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Therapie über mindestens 6 Monate bestehen bleiben
- Die Schmerzen den Alltag deutlich einschränken
- Alle anderen Therapieoptionen ausgeschöpft sind
Bei der Operation wird der entzündete Anteil der Plantarfaszie eingekerbt oder gelöst (Plantarfasziotomie). Bei sehr ausgeprägtem Befund kann zusätzlich der Knochensporn selbst abgetragen werden. Der Eingriff erfolgt in der Regel minimal-invasiv. Welches Vorgehen für Sie sinnvoll ist, bespreche ich nach gründlicher Diagnostik ausführlich mit Ihnen.
Wichtig zu wissen: Auch nach einer Operation ist eine begleitende Physiotherapie und eine Anpassung des Schuhwerks wesentlich, um langfristig beschwerdefrei zu bleiben.
Häufige Fragen zu Fersensporn und Plantarfasziitis
Wie lange dauert die Heilung eines Fersensporns?
Mit konsequenter konservativer Therapie sind viele Patienten innerhalb von 3 bis 6 Monaten beschwerdefrei. Wichtig ist Geduld und Konsequenz: Dehnübungen sollten täglich durchgeführt werden, Einlagen sollten konsequent getragen werden. Wer zu früh wieder voll belastet, riskiert einen Rückfall.
Was hilft am besten gegen den morgendlichen Anlaufschmerz?
Sehr wirksam sind Dehnübungen direkt vor dem ersten Aufstehen, noch im Sitzen am Bettrand. Eine Nachtschiene kann zusätzlich helfen, weil der Fuß während der Nacht in leichter Dehnposition gehalten wird. So ist die Plantarfaszie morgens nicht mehr verkürzt.
Was kostet eine Fersensporn-Behandlung beim Wahlarzt?
Die Kosten hängen von der gewählten Therapie ab. Klassische Untersuchung und Einlagenverordnung werden meist teilweise von der Kasse erstattet. Stoßwellentherapie und PRP-Eigenbluttherapie sind in der Regel reine Wahlarzt-Leistungen. Ich bespreche die zu erwartenden Kosten transparent mit Ihnen vor Behandlungsbeginn.
Weitere Leistungen
Neben diesem Schwerpunkt umfasst mein Leistungsspektrum unter anderem:

Dr. Johannes Oder
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie
Orthopädie Oder
Kreindlgasse 13/1, 1190 Wien
Telefon: +43 660 651 79 81
E-Mail: oder@orthopaedie-oder.at
Nach Terminvereinbarung.