
Sprunggelenksfraktur und Frakturversorgung in Wien
Brüche am Sprunggelenk und Fuß zählen zu den häufigsten Verletzungen. Sie entstehen durch Stürze, Sportunfälle, Verdrehtraumata oder direkte Gewalteinwirkung und reichen vom einfachen Knöchelbruch bis zur komplexen Mehrfragmentfraktur mit Gelenksbeteiligung. Eine präzise Diagnostik und eine fachgerechte Versorgung sind entscheidend, um langfristige Folgeschäden wie Arthrose oder Bewegungseinschränkungen zu vermeiden.
In meiner Wahlarztordination in Wien Döbling versorge ich das gesamte Spektrum der Frakturen am Fuß und Sprunggelenk: akute Verletzungen ebenso wie posttraumatische Beschwerden nach Voroperationen. Als zertifizierter Fuß- und Sprunggelenkschirurg (D.A.F.) und Leiter der Spezialambulanz am Traumazentrum Wien Meidling habe ich umfangreiche Erfahrung in der operativen Versorgung komplexer Frakturen.
Ob konservative Behandlung mit Gips und Schiene oder operative Versorgung mit Platten und Schrauben: ich entscheide gemeinsam mit Ihnen und auf Basis einer gründlichen Diagnostik, welcher Weg für Ihre Verletzung optimal ist.
Welche Frakturen am Fuß und Sprunggelenk behandle ich?
Die Bandbreite an Frakturen im Bereich von Fuß und Sprunggelenk ist groß. Zu den häufigsten Verletzungen, die ich in meiner Ordination versorge, zählen:
Sprunggelenksfraktur (Knöchelbruch): Ein Bruch des Außen- oder Innenknöchels oder eine Kombination beider. Die Einteilung erfolgt nach der Weber-Klassifikation (Typ A, B oder C). Bei Beteiligung der Syndesmose, der Bandverbindung zwischen Schien- und Wadenbein, ist meist eine Operation notwendig.
Talusfraktur (Sprungbein): Der Talus verbindet das Schienbein mit dem Fuß und ist für die Beweglichkeit beim Gehen und Laufen zentral. Talusfrakturen entstehen meist durch hohe Krafteinwirkung z.B. durch Stürze aus großer Höhe oder Verkehrsunfälle. Da der Talus schlecht durchblutet ist, ist eine sorgfältige Versorgung besonders wichtig.
Fersenbeinbruch (Kalkaneusfraktur): Tritt häufig nach Sturz aus großer Höhe auf. Nach der Erstdiagnostik mittels Röntgen ist meist eine CT-Untersuchung erforderlich, um das Ausmaß des Bruches genau beurteilen zu können.
Lisfranc-Verletzung (Mittelfußverletzung): Eine Verletzung der Bandverbindungen zwischen Mittelfußknochen, oft mit begleitenden Knochenbrüchen. Tritt durch starke Verdrehung oder direkte Krafteinwirkung auf. Unbehandelt droht eine schmerzhafte Arthrose im Mittelfuß.
Syndesmosenverletzung: Bei Verdrehung des Sprunggelenks kann die Bandverbindung zwischen Schien- und Wadenbein reißen. Bei stabilen Teilrissen genügt eine Ruhigstellung, bei vollständigen Rissen ist meist eine operative Stabilisierung erforderlich.
Zehen- und Mittelfußbrüche: Entstehen durch Stöße, Stürze oder das Umknicken des Fußes. Auch Stressfrakturen durch Überlastung (z. B. bei Läufern) kommen häufig vor.
Osteochondritis dissecans (OCD) und Flake Fracture am Talus: Knochen-Knorpel-Verletzungen am Sprungbein, oft als Folge von Sprunggelenkverletzungen oder chronischer Instabilität.
Konservative Behandlung bei stabilen Frakturen
Nicht jeder Bruch muss operiert werden. Bei stabilen, unverschobenen Frakturen ist eine konservative Behandlung oft ausreichend und führt zu sehr guten Ergebnissen:
Ruhigstellung: Das verletzte Gelenk wird mit Gipsverband, Schiene oder Aircast-Schuh ruhiggestellt. Die Dauer hängt vom Frakturtyp ab, bei einer Sprunggelenksfraktur typischerweise 6 Wochen, bei Fersenbein- oder Lisfranc-Verletzungen 6 bis 8 Wochen.
Kühlen und Hochlagern: In den ersten Tagen helfen Kühlung und Hochlagerung, Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren.
Entlastung: Während der Ruhigstellungsphase ist eine Entlastung mit Gehstützen erforderlich, je nach Frakturtyp ganz oder teilweise.
Progressive Belastung: Nach der Ruhigstellung erfolgt eine schrittweise Wiederbelastung. Begleitende Physiotherapie ist wesentlich, um Beweglichkeit und Kraft zurückzuerlangen.
Verlaufskontrollen: Regelmäßige klinische und radiologische Kontrollen sichern den Heilungsverlauf.
Bei unverschobenen Fersenbeinbrüchen und stabilen Lisfranc-Verletzungen ist diese konservative Behandlung in vielen Fällen ausreichend.
Operative Versorgung am Fuß und Sprunggelenk
Bei verschobenen, instabilen oder gelenkbeteiligenden Frakturen ist eine Operation erforderlich, um die anatomische Form wiederherzustellen und langfristige Folgeschäden zu vermeiden:
Sprunggelenksfraktur: Die Knochenfragmente werden in die korrekte Position gebracht und mit Platten, Schrauben oder Drähten fixiert. Bei Syndesmosenverletzung erfolgt zusätzlich eine Stabilisierung der Bandverbindung mit Stellschrauben oder einem speziellen flexiblen Implantatsystem.
Talusfraktur: Bei verschobenen Brüchen wird der Knochen durch Schrauben und gegebenenfalls Platten stabilisiert. Aufgrund der schlechten Durchblutung des Talus erfordert die Nachbehandlung besondere Sorgfalt.
Fersenbeinbruch: Verschobene Brüche mit Gelenksbeteiligung werden operativ in die korrekte Stellung gebracht und mit Schrauben und Platten fixiert. Häufig ist nach der Operation eine gipsfreie Behandlung möglich, um Bewegungseinschränkungen am Sprunggelenk zu vermeiden.
Lisfranc-Verletzung: Instabile Brüche werden mit Platten und Schrauben in die anatomische Stellung gebracht. Eine Entfernung des Osteosynthesematerials erfolgt üblicherweise nach 3 bis 4 Monaten.
Mittelfußbrüche: Bei verschobenen oder Trümmerbrüchen erfolgt die Stabilisierung mit Schrauben oder Platten, bei einfachen Zehenbrüchen genügt meist ein Dachziegelverband.
OCD und Flake Fracture: Bei losen Knochen-Knorpel-Fragmenten erfolgt eine arthroskopische (minimal-invasive) Versorgung. Das Fragment wird entweder refixiert oder entfernt und der Knorpel durch spezielle Verfahren behandelt.
Nachbehandlung und Rehabilitation
Eine konsequente Nachbehandlung ist entscheidend für die vollständige Wiederherstellung:
- Schrittweise Belastungssteigerung über mehrere Wochen, je nach Frakturtyp
- Begleitende Physiotherapie zur Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Koordination
- Regelmäßige Verlaufskontrollen in meiner Ordination
- Bei Bedarf orthopädische Schuhversorgung oder Einlagen
In manchen Fällen kann ein Bruch zu einer posttraumatischen Arthrose oder Fehlstellung führen. Sollten nach Ausheilung anhaltende Beschwerden bestehen, biete ich konservative Folgetherapien (Infiltrationen, PRP) ebenso wie korrektive Folgeoperationen an.
Häufige Fragen zu Frakturen und Fußbrüchen
Wie lange dauert die Heilung einer Sprunggelenksfraktur?
Bei stabilen, konservativ behandelten Brüchen dauert die knöcherne Heilung 6 bis 8 Wochen, gefolgt von mehreren Wochen progressiver Belastung. Bei operativ versorgten Frakturen ist die Heilungsdauer ähnlich, die volle Belastbarkeit kehrt meist nach 3 bis 4 Monaten zurück. Sportliche Aktivitäten sind in der Regel nach 4 bis 6 Monaten wieder möglich.
Kann ich nach einem Knöchelbruch wieder ganz normal Sport machen
In den allermeisten Fällen ja. Voraussetzung ist eine fachgerechte Versorgung und konsequente Rehabilitation. Bei komplexen Frakturen mit Gelenksbeteiligung kann eine erhöhte Arthrosegefahr bestehen, auch deshalb ist eine präzise anatomische Wiederherstellung so wichtig.
Was kostet eine Frakturbehandlung beim Wahlarzt? Die Kosten hängen von Frakturtyp und Behandlung ab. Sie erhalten eine transparente Aufstellung vor Behandlungsbeginn und eine Honorarnote für Ihre Krankenkasse, die in der Regel einen Teil zurückerstattet. Mit privater Zusatzversicherung werden die Kosten je nach Vertrag teilweise oder vollständig übernommen.
Weitere Leistungen
Neben diesem Schwerpunkt umfasst mein Leistungsspektrum unter anderem:

Dr. Johannes Oder
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie
Orthopädie Oder
Kreindlgasse 13/1, 1190 Wien
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