
die Achillessehne in Wien
Die Achillessehne ist die stärkste Sehne im menschlichen Körper. Sie verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und ist beim Gehen, Laufen und Springen ständigen Belastungen ausgesetzt. Genau deshalb gehört sie zu den am häufigsten verletzten Sehnen überhaupt, sei es als akuter Riss beim Sport oder als chronische Reizung durch Überlastung.
In meiner Wahlarztordination in Wien Döbling behandle ich das gesamte Spektrum der Achillessehnenbeschwerden: vom akuten Achillessehnenriss über die Achillodynie und Ansatztendinopathie bis zur Versorgung nach Voroperationen. Als zertifizierter Fuß- und Sprunggelenkschirurg (D.A.F.) und Leiter der Spezialambulanz am Traumazentrum Wien Meidling kann ich die operative Versorgung in den meisten Fällen minimal-invasiv durchführen.
Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind entscheidend, um langfristige Schäden und Rezidive zu vermeiden. Ich nehme mir die Zeit, gemeinsam mit Ihnen den passenden Behandlungsweg zu finden, konservativ oder operativ.
Welche beschwerden der Achillessehne behandle ich?
Die Achillessehne kann durch akute Verletzungen oder durch chronische Überlastung Schaden nehmen. Zu den häufigsten Krankheitsbildern, die ich in meiner Ordination behandle, zählen:
Achillessehnenriss (Ruptur): Ein Riss der Achillessehne entsteht meist durch plötzliches Anspannen gegen Widerstand, häufig im Rahmen einer sportlichen Aktivität. Typisch ist ein peitschenartiges Knallen, gefolgt von stechendem Schmerz und dem Verlust der Abdrucksfunktion. Oft besteht eine vorbestehende Abnützung oder Verschleiß der Sehne, der den Riss begünstigt.
Achillodynie: Sammelbegriff für Schmerzen im Bereich der Achillessehne, denen sowohl entzündliche als auch degenerative Ursachen zugrunde liegen können. Typisch sind Schmerzen einige Zentimeter oberhalb des Sehnenansatzes, oft mit einer tastbaren, druckschmerzhaften Verdickung.
Ansatztendinopathie (Ansatzachillodynie): Entzündung am Übergang zwischen Sehne und Fersenbein, oft begleitet von einer Haglundexostose – einem knöchernen Überstand am oberen Fersenbein, der die Sehne mechanisch reizt.
Achillessehnenentzündung (Tendinitis): Akute oder chronische Entzündung durch wiederholte Überlastung, besonders häufig bei Läufern und sportlich aktiven Patienten.
Konservative Behandlung bei beschwerden der Achillessehne
In den meisten Fällen lassen sich Achillessehnenbeschwerden konservativ behandeln. Bei einem Teilriss oder bei chronischen Beschwerden setze ich auf folgende Maßnahmen:
Schonung und Belastungsreduktion: Sportliche Aktivitäten sollten vermieden werden, bis die Symptome abklingen.
Ruhigstellung: Bei akuten Verletzungen oder Teilrissen wird das Bein in einer speziellen Schiene oder einem Gehschuh ruhiggestellt, um die Sehne zu entlasten.
Kühlen und Entlasten: In den ersten 48 Stunden helfen Kühlung und Hochlagern, Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren.
Schuheinlagen: Besonders bei der Ansatztendinopathie helfen Einlagen mit Fersenerhöhung, den Druck auf den Sehnenansatz zu reduzieren.
Dehn- und Kräftigungsübungen: Exzentrische Dehnübungen für die Wadenmuskulatur sind besonders wirksam und ein zentraler Baustein der Therapie.
Physiotherapie: Gezielt zur Verbesserung der Beweglichkeit und Stabilisierung der Muskulatur rund um Sprunggelenk und Wade.
Stoßwellentherapie (ESWT): Bei chronischen Beschwerden zur Förderung der Heilung und Durchblutung.
PRP-Eigenbluttherapie: Bei hartnäckigen Beschwerden kann körpereigenes Plasma die Regeneration der Sehne unterstützen.
Wichtig: Kortisoninfiltrationen sollten bei Achillessehnenbeschwerden vermieden werden, da sie das Risiko einer späteren Sehnenruptur deutlich erhöhen.
Operation der Achillessehne in Wien
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder ein vollständiger Achillessehnenriss vorliegt, ist eine Operation erforderlich. Die Operationstechnik richtet sich nach dem Befund:
Bei einem vollständigen Achillessehnenriss werden die Sehnenenden wieder zusammengenäht. Bei frischen Rupturen kann ich diesen Eingriff in den meisten Fällen minimal-invasiv (perkutan) durchführen. Dabei wird die Sehne über mehrere kleine Hautschnitte mit einem speziellen Instrumentarium genäht. Vorteile der minimal-invasiven Technik sind die geringere Belastung des umliegenden Gewebes, eine schnellere Wundheilung und ein deutlich geringeres Komplikationsrisiko gegenüber der offenen Operation.
Bei chronischer Achillodynie oder Ansatztendinopathie wird das vernarbte oder entzündliche Gewebe entfernt. Liegt eine Haglundexostose vor, wird der knöcherne Überstand abgetragen. Bei Verkalkungen innerhalb der Sehne müssen diese ebenfalls entfernt und die Sehne anschließend mit speziellen Knochenankern am Fersenbein refixiert werden.
Welches Verfahren für Sie in Frage kommt, bespreche ich nach einer gründlichen Untersuchung mit Ultraschall und gegebenenfalls MRT ausführlich mit Ihnen.
Nachbehandlung nach einer Achillessehnen-OP
Nach der Operation wird der Fuß für ca. 6 Wochen in einem speziellen Achillessehnen-Entlastungsschuh (Walker) ruhiggestellt. Schon früh wird mit ersten betreuten Bewegungsübungen begonnen, um Verklebungen und Steifigkeit zu vermeiden.
Ab der fünften bis sechsten Woche ist leichtes Training am Fahrrad-Ergometer und Koordinationsübungen möglich. Nach etwa 8 bis 12 Wochen kann die Mobilisation ohne Entlastungsschuh sowie leichtes Lauftraining wieder begonnen werden. Regelmäßige sportliche Belastung ist frühestens ab dem vierten Monat möglich, wettkampfmäßiges Training nach etwa sechs Monaten.
Die Physiotherapie spielt eine entscheidende Rolle für eine vollständige Genesung, sowohl bei konservativer als auch nach operativer Behandlung.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich einen Achillessehnenriss?
Typisch ist ein plötzlicher, peitschenartiger Knall, gefolgt von stechendem Schmerz in der Wade oder oberhalb der Ferse. Der Zehenspitzenstand ist nicht mehr möglich, oft ist eine Delle im Verlauf der Sehne tastbar. Bei diesen Symptomen sollte umgehend eine Untersuchung erfolgen.
Muss ein Achillessehnenriss immer operiert werden?
Nicht zwingend. Bei Teilrissen oder bei älteren, weniger aktiven Patienten kann eine konservative Behandlung sinnvoll sein. Bei jungen, sportlich aktiven Patienten und vollständigen Rissen empfehle ich in der Regel die operative Versorgung, meist minimal-invasiv, da sie ein geringeres Rückfallrisiko und eine bessere funktionelle Wiederherstellung bietet.
Was kostet eine Achillessehnen-Behandlung beim Wahlarzt?
Die Kosten hängen davon ab, ob konservativ oder operativ behandelt wird. Ich bespreche die zu erwartenden Kosten transparent mit Ihnen vor Behandlungsbeginn. Sie erhalten eine Honorarnote für Ihre Krankenkasse, die in der Regel einen Teil zurückerstattet. Mit privater Zusatzversicherung werden die Kosten je nach Vertrag teilweise oder vollständig übernommen.
Weitere Leistungen
Neben diesem Schwerpunkt umfasst mein Leistungsspektrum unter anderem:

Dr. Johannes Oder
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie
Orthopädie Oder
Kreindlgasse 13/1, 1190 Wien
Telefon: +43 660 651 79 81
E-Mail: oder@orthopaedie-oder.at
Nach Terminvereinbarung.