
Kinderhandchirurgie in Wien
Angeborene Fehlbildungen der Hand kommen häufiger vor als viele Eltern denken. Etwa eines von 500 Kindern wird mit einer Veränderung an Fingern oder Hand geboren. Die Bandbreite reicht von zusätzlichen Fingern über verwachsene Finger bis zu Fehlstellungen einzelner Gelenke. Für betroffene Eltern ist die Diagnose oft ein Schock, gleichzeitig sind die Behandlungsmöglichkeiten heute aber ausgezeichnet.
Viele angeborene Handfehlbildungen lassen sich im Säuglings- oder Kleinkindalter korrigieren, oft mit einem einzigen Eingriff und sehr guten funktionellen und kosmetischen Ergebnissen. Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt und eine Behandlung durch eine spezialisierte Kinderorthopädin.
In meiner Wahlarztordination in Wien Döbling berate und behandle ich Kinder mit angeborenen Handfehlbildungen aller Art. Ich nehme mir die Zeit, Ihnen als Eltern jeden Befund verständlich zu erklären, die Behandlungsoptionen ausführlich zu besprechen und Ihr Kind persönlich durch den gesamten Therapieverlauf zu begleiten.
Welche Handfehlbildung behandle ich?
In meiner Ordination sehe ich das gesamte Spektrum angeborener Handveränderungen bei Kindern. Die häufigsten Diagnosen, die Eltern zu mir führen:
Polydaktylie (überzählige Finger): Ihr Kind wurde mit einem zusätzlichen Finger oder einem Doppeldaumen geboren. Die Polydaktylie ist eine der häufigsten angeborenen Handfehlbildungen. Je nach Ausprägung reicht die Behandlung von einem kleinen Eingriff im Säuglingsalter bis zu einer aufwändigeren Rekonstruktion. Ziel ist immer eine funktionell und kosmetisch optimale Hand.
Syndaktylie (verwachsene Finger): Zwei oder mehr Finger sind durch Haut oder Knochen miteinander verbunden. Eine operative Trennung erfolgt in der Regel zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr, um die Greiffunktion und das freie Wachstum der Finger sicherzustellen.
Schnellender Daumen (Pollex flexus congenitus): Der Daumen Ihres Kindes lässt sich nicht vollständig strecken oder schnappt beim Bewegen. Ursache ist eine Verdickung der Beugesehne. Wenn sich der Befund nicht von selbst bessert, kann ein kleiner Eingriff das Problem dauerhaft lösen.
Kamptodaktylie: Eine angeborene Beugestellung eines Fingers, meist des kleinen Fingers. Je nach Schweregrad kann Physiotherapie oder eine Schienenbehandlung ausreichen. In ausgeprägten Fällen ist eine operative Korrektur möglich.
Klinodaktylie: Ein Finger (häufig der Kleinfinger) ist seitlich abgewinkelt. In den meisten Fällen rein kosmetisch und ohne Funktionseinschränkung. Eine operative Korrektur ist nur bei starker Ausprägung oder funktioneller Beeinträchtigung notwendig.
Radiusaplasie und Daumenhypoplasie: Fehlende oder unterentwickelte Anlage des Daumens oder der Speiche. Diese seltenen Fehlbildungen erfordern eine spezialisierte Behandlung, bei der die Handfunktion durch Rekonstruktion oder Ersatzplastik bestmöglich hergestellt wird.
Radioulnare Synostose: Eine knöcherne Verbindung zwischen Elle und Speiche, die die Unterarmdrehung einschränkt. Je nach Schweregrad und Einschränkung im Alltag bespreche ich mit Ihnen, ob eine Beobachtung oder ein operativer Eingriff sinnvoll ist.
Madelung’sche Deformität: Eine Wachstumsstörung am Handgelenk, die zu einer sichtbaren Fehlstellung und Bewegungseinschränkung führen kann. Tritt typischerweise in der Pubertät in Erscheinung und betrifft überwiegend Mädchen.
Ganglion (Überbein) an der Hand: Eine gutartige Zyste am Handgelenk oder an den Fingern, die bei Kindern häufig von selbst verschwindet. Eine Behandlung ist nur bei Beschwerden oder Größenzunahme notwendig.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Behandlung?
Der ideale Behandlungszeitpunkt hängt von der Diagnose ab:
- Polydaktylie: Oft im Alter von 6–12 Monaten, bevor das Kind die Hand bewusst einsetzt
- Syndaktylie: Zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr, damit sich die Finger frei entwickeln können
- Schnellender Daumen: Wenn keine spontane Besserung bis zum 2.–3. Lebensjahr eintritt
- Radiusaplasie und Daumenhypoplasie: Therapiebeginn oft schon in den ersten Lebensmonaten
- Klinodaktylie und Kamptodaktylie: Oft kann abgewartet werden, Kontrolle im Wachstumsverlauf
- Madelung’sche Deformität: Beurteilung und ggf. Behandlung in der Pubertät
Eine frühzeitige Vorstellung beim Kinderorthopäden ist in jedem Fall sinnvoll, auch wenn nicht sofort behandelt werden muss. Ich erstelle einen individuellen Behandlungsplan und begleite die Entwicklung Ihres Kindes mit regelmäßigen Kontrollen.
Häufige Fragen
Mein Baby hat einen Doppeldaumen: Wann sollte operiert werden?
Der ideale Zeitpunkt für die Korrektur einer Polydaktylie ist in der Regel zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat. In diesem Alter ist die Hand noch sehr anpassungsfähig und die Ergebnisse sind besonders gut. Ich berate Sie gerne in einem persönlichen Termin über den optimalen Zeitpunkt für Ihr Kind.
Sind angeborene Handfehlbildungen erblich?
In manchen Fällen ja, viele treten aber auch spontan und ohne familiäre Vorbelastung auf. Wenn in Ihrer Familie bereits Handfehlbildungen vorgekommen sind, empfehle ich eine frühzeitige Untersuchung. Ich berate Sie auch gerne zur Frage, ob für Geschwisterkinder ein erhöhtes Risiko besteht.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Als Wahlärztin erstelle ich eine Honorarnote, die Sie bei Ihrer Kasse einreichen können oder ich mache das direkt für Sie. Die Krankenkasse erstattet in der Regel einen Teil zurück. Operative Eingriffe werden je nach Versicherung und medizinischer Indikation teilweise oder vollständig übernommen. Ich bespreche die zu erwartenden Kosten transparent mit Ihnen vor Behandlungsbeginn.
Weitere SCHWERPUNKTE
Neben diesem Schwerpunkt umfasst mein Leistungsspektrum unter anderem:

Dr. Katharina Oder
Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie, Schwerpunkt
Kinderorthopädie
Telefon: +43 681 815 313 54
E-Mail: kinder@orthopaedie-oder.at
Nach Terminvereinbarung
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